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1907 wurde auf die Initiative des damaligen Obervorstehers Geheimrat Gerlach hin mit einem Erweiterungsbau begonnen. Es entstand noch 1908 die ganze westliche Hälfte des heutigen Börsengebäudes nach Entwürfen des Geheimen Baurats Professor Schwechten in Berlin. Es wurde zunächst, trotzdem die Verlegung des Börsensaales in den westlichen Flügel von vornherein beschlossen war, in dem alten Gebäudeteil keine Änderung vorgenommen, sondern der westliche Flügel in der größten Eile wenigstens in der Fassade fertiggestellt, weil man bei der damals stattfindenden Einweihung des Borussia-Denkmals den Eindruck des Platzes nicht durch einen Rohbau stören lassen wollte. Am 2. April 1908 konnte der neue Börsensaal feierlich eröffnet und seiner Bestimmung übergeben werden.

Erst nach der vollständigen Fertigstellung des westlichen Flügels wurde dann der alte Börsensaal zu Läden, in seinem oberen Teil zu Wohnräumen ausgebaut. Seit 1909 hat das Börsengebäude seine heutige äußere Form.

Das Bollwerk an der Dange, zu dessen Unterhalt die Kaufmannschaft verpflichtet ist, bestand bis 1924 aus Holz und wurde erst in diesem Jahre in der heutigen Weise aufgeschüttet.

Šaltinis: Die Selbstverwaltung der Kaufmannschaft in Memel - Der Grundbesitz der Industie- und Handelskammer 1929.

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